Der Richtwert: alle ein bis zwei Jahre
Für die meisten Dachanlagen im Paderborner Raum ist eine Photovoltaikreinigung alle ein bis zwei Jahre sinnvoll. Das ist aber nur der Ausgangspunkt. Ob Ihre Anlage eher jährlich dran ist oder auch drei Jahre durchhält, entscheiden vier Faktoren.
Was das Intervall verkürzt
Die Dachneigung
Je flacher das Dach, desto langsamer läuft Wasser ab und desto mehr Schmutz bleibt liegen. Unter etwa 15 Grad Neigung ist der Selbstreinigungseffekt praktisch weg. Steile Dächer ab etwa 35 Grad halten sich deutlich länger sauber.
Bäume in der Nähe
Laub, Nadeln, Blütenstaub und Vogelkot. Überhängende Äste sind die häufigste Ursache für punktuelle Verschmutzung, und Vogelkot ist besonders unangenehm: Er deckt eine Zelle vollständig ab und lässt sich durch Regen kaum lösen.
Landwirtschaft und Straßen
Feinstaub aus der Feldarbeit, Ammoniak aus Stallabluft, Abgase und Reifenabrieb an vielbefahrenen Straßen. Diese Partikel sind klein und fettig, sie haften gut und werden mit der Zeit von Regen nur noch verteilt statt entfernt.
Moos und Flechten
Auf der Nordseite, in feuchten Lagen und an Anlagen mit Rahmen, in denen Wasser stehen bleibt, siedeln sich Flechten an. Sie wachsen fest in die Oberfläche ein. Wenn Sie das sehen, ist der Zeitpunkt für eine Reinigung längst erreicht.
Wie oft Solarmodulreinigung: Anhaltspunkte für Ihre Anlage
| Situation | Empfohlenes Intervall |
|---|---|
| Steiles Dach, freie Lage, keine Bäume | alle 2 bis 3 Jahre |
| Wohngebiet, normale Dachneigung | alle 2 Jahre |
| Bäume in der Nähe oder flaches Dach | jährlich |
| Nähe zu Feldern, Ställen oder Industrie | jährlich |
| Sichtbares Moos, Flechten oder Grünbelag | zeitnah, dann jährlich |
Die Angaben sind Erfahrungswerte, keine festen Regeln. Im Zweifel schauen wir uns die Anlage vor Ort an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine Reinigung jetzt schon lohnt.
Woran Sie erkennen, dass es Zeit ist
- Die Module wirken matt statt tiefblau oder schwarz glänzend.
- An der unteren Modulkante hat sich ein dunkler Streifen gebildet.
- In den Fugen zwischen Rahmen und Glas wächst Grünbelag.
- Der Jahresertrag liegt spürbar unter dem der Vorjahre, ohne dass das Wetter das erklärt.
Der Streifen an der unteren Kante ist der wichtigste Hinweis. Er verschattet die unterste Zellreihe, und die bestimmt bei in Reihe geschalteten Zellen den Ertrag des ganzen Strangs mit.
Reinigt Regen die Module nicht von selbst?
Nur zum Teil. Regen spült losen Staub ab, aber selbst stärkere Regenfälle entfernen nur einen geringen Anteil der Ablagerungen. Was bleibt, sind genau die Schichten, die den Ertrag kosten: Pollen, Vogelkot, Flechten und der Rand an der Unterkante.
Wann ein längeres Intervall reicht
Wir raten Ihnen ab, wenn es sich nicht lohnt. Ist die Anlage erst ein Jahr alt, steht steil und frei, und sieht bei einem Blick von unten sauber aus, dann warten Sie noch. Eine Solarmodulreinigung ohne Verschmutzung bringt nichts außer Kosten, und das sagen wir Ihnen am Telefon auch so.